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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Kolumnen
Fristen-Lösung
Befristete Ehen
oder:Die Ehe auf Zeit in einer Zeit der Zeitlosigkeit
Kolumne
Ein Vorschlag der besonders ausgefallenen Art fiel in diesen Tagen: befristete Ehen. Bisher hiess es „ja“ oder frau/man liessen es ganz bleiben. Das Heiraten. Mit oder ohne Ehevertrag, Gütertrennung oder Zugewinn. Auch für unverheiratete, männliche oder weibliche Paare abseits der legalisierenden Möglichkeiten, der Liebe einen Rahmen zu geben, gibt es Möglichkeiten verschiedener Vereinbarungen. Nun also die Ehe auf Zeit? Verträge von der Wiege bis zur Bahre.
Jetzt also ein Zeitvertrag fürs Eheglück? Für den Tag X der unkomplizierten Scheidung?. Man wacht auf, und wenn sie nicht geschieden sind, dann leben sie noch heute?. Zusammen. Klingt modern, progressiv, tolerant, toll, ist mal was anderes. Die das vorschlägt, sagt, jede zweite Ehe werde geschieden, viele Ehepartner blieben nur aus Angst vor Trennung, wegen finanzieller Abhängigkeit und Steuervorteilen zusammen. Aber nur die Liebe dürfe zählen. Klingt auch gut. Vielleicht, sicherlich und wahrscheinlich hat sie sogar recht. Aber selbst eine Ehe, in der einer der Partner finanziell abhängig ist und die Steuervorteile zum Tischgebet gehören, muss allein deswegen keine schlechtere Ehe sein. Es kommen wahrscheinlich noch andere individuelle Befindlichkeiten, Kriterien und Wahrnehmungen hinzu, ab wann man/frau sich gleichermaßen dabei unwohl fühlt. Wie dem auch sei, realitätsfremd erscheint mir aber auf jeden Fall der Anspruch, nur die Liebe zähle. Natürlich zählt nur die Liebe. Wer würde das bestreiten? Aber im Alltag gibt es eben nicht nur die Liebe. Und selbst zur größten Liebe gehört manchmal der Hass wie die Realität. Und zur Realität gehört der Schatten zum Licht, die Kühle zur Wärme, Distanz zur Nähe. Ausgerechnet Geliebte, die den Luxus der freien Liebe leben, träumen nicht selten vom gemeinsamen Alltag, dem Zusammensein auch an weniger lichten und schwereren Tagen. Gerade dann beim anderen sein zu können, wenn’s mal nicht mehr so prickelnd läuft. Das Höchste für Menschen mit Sehnsucht. Paare, die darunter leiden, dass der Alltag ausgeklammert bleibt.
Andere Ehen, die Jahrzehnte halten, widerlegen die Mär von der angeblichen Sehnsucht einer Ehe unter Verfallsdatum.
Jetzt also Zeitvertrag?. Am besten man stellt am Hochzeitstag die vollautomatische Zeituhr. Und was, wenn die versagt oder wegen der Zeitumstellung nicht richtig tickt? Sehen die neuen Szenen einer Ehe so aus:
„Liebling, wir haben unser Verfallsdatum, ähm unseren automatischen Scheidungstag, ach quatsch Erneuerungs-Gedächtnis-Hochzeitstag verpasst... verpennt“...
„Ja, und Du bist schuld...“
„Wieso immer ich?...“
Weil du gerade abwesend warst, die Uhr nicht richtig gestellt hast, so wie du auch für den Eisprung und die neun Monate zuständig bist, und jetzt haben wir den Salat: die sieben Jahre sind abgelaufen, ohne uns. Du kommst zurück und bist, ganz aus Versehen, geschieden? Und gibt es eine Frist? Karrenzzeit? Kann man stunden? Himmelneee, ich habe meinen Ehe-Ablauf-Tag X verschwitzt und dann stand der Gerichtsvollzieher auf der Matte, um die Erneuerungs-Unterschrift anzumahnen. Muss ich beim Scheidungsrichter anrufen, ihm die Lage erklären?
„Ja worum geht es denn jetzt – wollen Sie – oder nicht?“
„Ja was?“
„Erneuerung oder Scheidung? Lieben oder Lassen.“
Und was wird aus den Hochzeitstagen, beginnt nun eine neue Zeitrechnung? Wir sind zum ersten Mal oder aber in Fortsetzung mit oder ohne Unterbrechung zum x-ten Mal verheiratet? Dazwischen lagen vielleicht andere Lebensabschnitts-Ehepartner, auch befristet. Leute, die sich nicht bewährt haben. Wie wird das bedacht oder gefeiert? Wenn nicht zuviel Porzellan zerschlagen ist? Fängt man dann wieder bei Eins an zu zählen, also sieben Jahre – Schnitt – Neubeginn oder Cut? Dazwischen Herr Müller oder Frau Semmeling? Und dann Zwei Komma eins der wie oder was?
Und was ist mit den Kindern? Wird es aufgrund befristeter Ehen automatische Scheidungswaisen geben, nur weil die Eltern sich nicht einig wurden und stritten, ob sie nun verlängern oder vergessen?
Oder folgt die automatisch sich aufhebende Zeit-Elternschaft, die auch nach sieben Jahren abläuft? Wird es bald Zwischen-Kinder geben, die zwischen Vergeben und Vergessen der Frist, zwischen genau auf den Tag ausgerechnetem Eisprung und eben der exakt geplanten Auflösungs-Automatik zur neuen befristeten Patchwork-Gesellschaft gehören werden, deren Eltern zum befristeten Abschnitt 1-7 A oder 7-14 B gehörten? Und dann lösten sich die Ehe der Eltern in Wohlgefallen auf und wir wurden uns nicht mehr einig, ob wir zusammen weitermachen wollten?
Also wollen Sie’s ehrlich
wissen, wie ich darüber denke? Ich glaube, das wird nicht
weniger anstrengend, als ein ganz normales klassisches
Ent-Scheidungs-Verfahren, das man entweder kompliziert oder schlicht
und weg gestalten kann. Warum also komplizierter, als es eh schon ist?
©Ulrike Suppes, 19. Sept.2007
735 Wörter-4807 Zeichen
Ulrike Suppes 19.09.2007, 23.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Geld-Lösung
Geld, das sich selber auflöst
Die Pressemeldung des Tages: In zahlreichen deutschen Städten sind laut „Bild“-Zeitung Euro-Geldscheine aufgetaucht, die sich auf mysteriöse Weise selbst zersetzen.
Ich versuche, mir vorzustellen, wie es wäre, wenn Geldscheine ab sofort ganz regulär mit einem Ablauf-oder Verfallsdatum versehen wären und bis zu einem bestimmten Tag ausgegeben und unter’s Volk gebracht worden sein müssten. Jeder Geldschein, dessen Verfallsdatum überschritten wäre, würde automatisch in die leeren Staatskassen einfliessen und von dort aus nach einem ausgeklügelten System karitativen Einrichtungen, die sich für Alte, Kranke und Schwächere einsetzen, gutgeschrieben werden.
Nicht auszudenken? Oder ein Super-Projekt?
Normalverdiener, die mit Normalgehältern Familien zu versorgen haben, sich um Angehörige kümmern und finanziell und zeitlich gerade so über die Runden kämen, hätten wahrscheinlich kein Problem, da der Monat oft länger ist, als das Geld reicht. Anders sähe es mit Ausbeutern aus, die ihr Geld bewusst und gezielt durch in Not und Verzweiflung geratene Menschen eintreiben und obendrein mit ererbten Gütern so auftreten, als hätten sie besondere Verdienste erworben oder vorzuweisen. Und dann auch noch so tun, als hätten alle Ärmeren ihre Situation selbstverschuldet.
Plötzlich wären vielleicht auch die, die nichts geben und nichts teilen, keinen Gedanken an Menschen in Notsituationen verschwenden, höchst interessiert daran, ihr Geld ganz schnell loszuwerden, bevor es an den Staat selbst zurück ginge. Und schon würde ein Kreislauf des Gebens ausgelöst...und zwar rechtzeitig, bevor sich das Geld in Luft auflöst.
Ein schöner Gedanke? Oder ein Schreckens-Szenario? Wahrscheinlich wie so oft mal wieder relativ, je nachdem, auf welcher Seite man gerade steht.
Ulrike Suppes
(2261 Wörter m. Leerzeichen)
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Ulrike Suppes 02.11.2006, 16.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Zeitlos
Sommerzeit – Winterzeit adé
Ich stehe auf. Ich bin viel zu früh. Und ich habe mal wieder eine ganz andere Meinung zum Zeitgeschehen. Mir nutzt sie nämlich nichts, die Zeitumstellung. Erstens ändert sich nichts an der Tatsache, dass ich früher oder später wach bin und zweitens früher oder später raus muss. Und drittens sollte der Vorteil ja darin liegen, Strom zu sparen. Das könnte zutreffen, weil ich oft vor dem Radiowecker wach werde. Einfach so. Also aus das Ding. Bevor es sich meldet. Aber das hat mit der Zeitumstellung nichts zu tun. Meine innere Uhr geht immer vor. Schutzmechanismus, damit ich mich nicht verspäte.
Ich wache also früher oder später auf und kann keinen Vorteil erkennen. Jetzt bin ich ratlos, habe ich irgendetwas versäumt? Bin ich mal wieder nicht mit der Zeit gegangen, obwohl seit der erstmaligen Zeitumstellung mehr als ein Jahrzehnt vergangen ist und sie sich Jahr für Jahr mit zuverlässiger Regelmäßigkeit wiederholt?
1973, so las ich, sei die Energie knapp gewesen, das Tageslicht sollte mittels früheren Aufstehens und Schlafengehens optimal genutzt werden. Doch statt der erwarteten zehn Prozent Einsparung legten Forscher der deutschen Elektrizitätswerke bald ein ernüchterndes Ergebnis vor: Gerade einmal um 0,01 Prozent verringerte sich der Gesamtenergie-Verbrauch im Land.
Dies kann ich zufällig bestätigen, die Frühlinge brauchen an nun eine Stunde früheren Winter-tagen durch die Zeitumstellung frühmorgens elektrisches Licht, was sie vielleicht eine Stunde später nicht mehr bräuchten.
Tatsache aber ist, dass die Zeitumstellung die Diskussionen um diesen Vorgang nicht eingestellt hat.
Inzwischen, so belegen Expertenstudien sogar Mehrausgaben aufgrund der Zeitumstellung: Früheres Aufstehen im Sommer führe zu höherem Strom- und Wärmeverbrauch. In den Monaten März, April und Oktober wird mehr geheizt. Darüber hinaus kostet es, zweimal im Jahr sämtliche Uhren im Land um- und sämtliche Abläufe auf den Zeitwechsel einzustellen.
Nun lese ich, dass sich Menschen dafür einsetzen, dass diese sinnlose Energievergeudung ersatzlos gestrichen wird.
Gut, dass ich mich dem Projekt innerlich nie wirklich angeschlossen hatte. Ausser mich einfach nach der Zeit zu richten. Denn früher oder später wurde ich wach und musste raus. Und mir kommt es so vor, als sei die Zeit nicht wirklich angehalten worden, sie rast einfach von Tag zu Tag davon, gnadenlos, wird täglich schneller, lässt sich weder von Zeitgeist, noch Zeitumstellung aufhalten.
©Ulrike Suppes
Ulrike Suppes 29.10.2006, 09.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Fussballfieber
So lange nur Bälle fliegen



Darf man erstaunt sein? Ein rundes Ding, „Fussball“ genannt, verwandelt ein Land. Ein Land, das sonst zwischen hohen Arbeitslosenzahlen, Ausländerfeindlichkeit und Hartz VI vor sich hindümpelt, tagein tagaus als Jammernation von sich reden macht, die Ausweglosigkeit vieler hausgemachter Konflikte, Krisen und Miseren beklagt, in Lethargie versinkt und auf Lösung seitens seiner Politik hofft. Das selbe Land verwandelt sich von einem Tag auf den anderen in ein Land, in dem Freunde aus der ganzen Welt Gast sein dürfen, sich wohlfühlen sollen und mehr als herzlich willkommen sind.
Ein Land, das seit Anfang des Jahres durch Blockaden, Brücken-und Feiertage kaum in die Gänge kommt, durch Streiks nahezu lahmgelegt wird, erwacht plötzlich zu neuem Leben.
Durch ein rundes Wesen, Fußball genannt, wie aus einem Dornröschenschlaf. Aufbruch. Schliesslich geht es darum, Tore zu schiessen und eine Weltmeisterschaft zu gewinnen.
Plötzlich wehen aus allen Fenstern und Ritzen Flaggen, die Nationalstolz symbolisieren. Man ist wieder stolz, ein Deutscher zu sein. Man darf wieder stolz sein, ein Deutscher zu sein. Man sieht in diesen Tagen über manches hinweg, was sonst schnell Störfaktor, Streit-oder Streikfaktor wird.
So lange die Bälle fliegen, die Tore stehen und die Netzwerke funktionieren, so lange es um alles und noch viel mehr geht, liegt dieses Land im Ausnahmezustand. Ein positiver Ausnahmezustand?
Man erkennt sie kaum wieder, die Deutschen! Was zählt, sind die Tore, nichts anderes zählt oder hat noch Bedeutung.
Von wegen „wir haben kein Geld“ oder „wir haben keine Lust!“ oder „das lohnt sich nicht!“, plötzlich geht alles, wenn man nur will. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Vor dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ecuador stellt sich Bundestrainer Jürgen Klinsmann den Fragen von Bundeswehrsoldaten in Kabul. Schliesslich wollen oder sollen diese vor allem Neuigkeiten über die deutsche Nationalmannschaft, aber auch Näheres über die Vorbereitung auf das nächste Spiel erfahren. Oder verfolgen es via Leinwand oder Mattscheibe.
Klinsmann beschreibt seinen Tagesablauf zwischen Arbeit und Freizeit. Er stellte einen Ver-gleich zwischen Nationalmannschaft und Bundeswehr an: "Ich denke bei Euch ist es ähnlich, dass ihr immer wieder versucht, eine Balance zu finden."
Keine Schlagzeilen mehr. Keine Diskussionen mehr, wo Klinsmanns Heimat denn eigentlich ist. Im schwäbischen Geislingen, wo seine sportliche Heimat liegt, im schwäbischen Botnang, wo noch die heute die Bäckerei seiner Eltern steht und die Anfragen nach einem Interview über Ballthemen höher sind, als der Umsatz für Backwaren, oder ob ein Bundestrainer Florida als Lebensmittelpunkt, Wahlheimat und Familien-und Wohnsitz haben darf.
Wie wäre es mit einem Fußball-Nobelpreis? So lange nur Bälle fliegen und alle etwas davon haben.
(© Ulrike Suppes, Sommer 2006)

Ulrike Suppes 03.10.2006, 15.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Fort...
Laufend
Wenn ich wütend bin, bin ich am besten. Die Rede ist vom Laufen. Dann laufe ich zu Höchstform auf. Es ist nämlich manchmal zum Davonlaufen. Auch vor sich selbst.
Ich laufe, um meiner überwiegend sitzenden Tätigkeit etwas entgegenzusetzen oder ihr zu entkommen. Den schrecklichen Nachrichten, dem Tagesgeschehen.
Meine Mitläufer sind alle wesentlich älter und: schneller. Das allein ist ein Ärgernis. Für mich und an sich. Es treibt mich an, auf die Barrikaden, von 70jährigen überholt zu werden. Es ist unfassbar.
Mein Traum: Mich selber überholen, mir selber vorauseilen und auf mich warten, bis ich mich eingeholt habe.
Mein Alptraum: Schwerfällig, obwohl auf leichtem Fuß, kommt es mir so vor, als käme ich nicht vom Fleck. Als trete ich auf der Stelle. Wenn ich etwas hasse, ist es das! Stillstand. Atemlosigkeit.
Eigentlich wollte ich nicht laufen. Ich wollte raus. Fortgang. Fortschritt. Mein inneres Schwein sagte mir, dass daraus nichts werden würde, wenn ich mich nicht selber in Bewegung setze und mich überwinde. Also doch die Überholspur gegen die eigene Langsamkeit. Schmalspur.
Laufen ist ein gutes Mittel, sich selbst zu begegnen, mit sich selbst zu tun zu kriegen. Die eigenen Grenzen und Möglichkeiten zu erfahren und zu erleben. Alles hat mit einem selbst zu tun, auch wenn Vieles gar nichts mit einem zu tun hat. Aber man reagiert darauf und weil man reagiert, hat es mit einem selbst zu tun. Denn auch, wenn die Gründe ganz woanders liegen, ist das Ergebnis leider oft dasselbe und auch nicht anders, als hätte man nicht reagiert, weil es nichts mit einem zu tun hat. Die Gründe tun schliesslich nichts zur Sache.
Wäre ich schnell, wäre ich eine Mitläuferin, so aber laufe ich weitgehendst allein, nehme Anhöhen, Berge und Hügel, was mir nicht leicht fällt.
Ich stelle mir vor, ich wäre kein Pferd, sondern ein Pfeil.
Als ich ins Ziel einlaufe, sind sie natürlich längst da. Typisch. Sie sind schneller und haben obendrein in der gleichen Zeit eine Menge mehr an Kilometern zurückgelegt. Aber da komme ich auch noch hin.
Ich trainiere. Kraftsport für Läufer. Ausdauertraining, Kondition und Muskelaufbau. Noch schaffe ich es nicht, mein eigenes Gewicht zu bewegen, mich selber auf den Arm zu nehmen, zu heben oder zu stemmen. Auch das ist ein Ärgernis, das mich zu Höchstform auflaufen lässt.
So also geht es weiter. Am laufenden Band. Meine Gedanken laufen durch den Wald, folgen dem Wind, versuchen ihn zu überholen, sich nicht ablenken zu lassen vom Grün, vom Duft der Kräuter der Jahreszeit, den vorbeireitenden Pferden, sondern sich von ihnen tragen zu lassen. Und wenn auch nur in Gedanken.
Immerhin muss es bewirkt haben, dass es einer Freundin nicht entgangen ist, dass ich schneller geworden bin.
(© Ulrike Suppes)
Ulrike Suppes 02.10.2006, 21.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL

